In den letzten Eltern ABC Beiträgen thematisierten wir verschiedene Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern. Im letzten Beitrag gingen wir näher auf die Krankheit ADHS ein, heute widmen wir uns der Krankheit ADS. 

Die Krankheiten ADHS (Aufmeksamkeits- Defizit mit Hyperaktivitäts- Syndrom) und ADS (Aufmerksamkeits- Defizit- Syndrom) haben teilweise unterschiedliche Symptome, vor allem aber verschiedene Auswirkungen. Was ist aber nun ADHS und ADS und was ist der Unterschied? Im Wesentlichen besteht der Unterschied zwischen ADHS und ADS darin, dass bei ADHS zu den Symptomen Unaufmerksamkeit und Impulsivität noch die Hyperaktivität hinzu kommt. Aus diesem Grund werden Kinder mit ADHS als „zappelig“ wahrgenommen, Kinder mit ADS erscheinen hingegen eher verträumt und in sich gekehrt. ADHS wie auch ADS ist eine Aufmerksamkeitsstörung.

Wie schon im letzten Beitrag beschrieben, ist die Aufmerksamkeit die Grundvoraussetzung für eine gute und gezielte Informationsgewinnung und für die Verarbeitung von Informationen. Bei gestörter Aufmerksamkeit bleiben Wahrnehmungen ungenau, Lernvorgänge werden behindert und ein angemessenes Reagieren auf Reize von innen und aussen, Körper und Umwelt ist nicht möglich.

ADS:  Ist gekennzeichnet durch ein bis zwei Kernsymptome: Aufmerksamkeitsdefizit und Impulsivität. Bei ADS kann es aber auch möglich sein, dass nur das Symptom Aufmerksamkeitsdefizit zutrifft.

Mangel an Ausdauer bei Beschäftigungen, die Konzentration erfordern

Die Betroffenen sind in schulischen oder sozialen Situationen „unfähig“, Einzelheiten zu beachten, sie machen Flüchtigkeitsfehler.

  • Arbeit ist nachlässig und unordentlich
  • Schwierigkeiten bei der Durchführung von Aufgaben
  • Schwierigkeit konzentriert bei einem Spiel zu bleiben
  • Beginnen eine Aufgabe, bringen sie aber nicht zu Ende
  • Kinder vermeiden Tätigkeiten, die Aufmerksamkeit für einen längeren Zeitraum erfordern
  • Kinder sind leicht von unbedeutenden Reizen ablenkbar
  • Kinder können sich nicht auf das Gespräch konzentrieren, wechseln oft das Gesprächsthema.

Impulsivität

Impulsivität zeigt sich als Ungeduld, eigene Reaktionen zurückzuhalten. Impulsive Menschen können nur schwer abwarten, bis ihre Antwort gefragt ist oder bis sie an der Reihe sind, deshalb unterbrechen sie andere oft.

Umgang mit ADS Kindern:

  • Das Kind erfahren lassen, dass es so, wie es ist, geliebt und angenommen wird
  • Mit dem Kind üben, nicht sofort zu reagieren, sondern zu warten
  • Zusammen mit dem Kind seine Stärken herausfinden und diese fördern
  • Den Lernzuwachs rückmelden, zusammen das nächste Lernziel formulieren
  • Darauf achten, dass das Kind wahrnimmt, was gesagt wurde (z.B. durch nachfragen: „Wiederhol bitte, was ich gesagt habe.“) Wahrnehmung fördern
  • Kein Vergleich mit Geschwistern
  • Eine ruhige und störungsfreie Umgebung schaffen
  • auf das Positive achten, was macht das Kind gut, das Kind loben
  • Dem Kind deutlich machen, welches Verhalten oder was von ihm erwartet wird. Klare Kommunikation und Aufträge
  • Prioritäten setzen, was ist wirklich von Bedeutung, nicht an Kleinigkeiten „herumdoktern“
  • Dem Kind Verantwortung übertragen, kleine Aufgaben geben und Probleme eigenständig lösen lassen
  • Klare Regeln und Strukturen geben, ruhiges Umfeld mit Routine bieten

Kinder mit Verdacht auf  ADS oder mit ADS brauchen dringend das Gefühl von der Umwelt, seinen Eltern und Erziehern so geliebt und akzeptiert zu werden wie es ist. Beim Verdacht auf ADS ist es wichtig,im täglichen Umgang mit dem Kind genau hinzuschauen und sein Verhalten über einen längeren Zeitraum zu beobachten. Weiter ist zu beachten, das nicht alle Kinder die träumerisch und „in sich gekehrt“ sind, gleich ADS haben.

Nun wünschen wir euch entspannte Stunden mit euren Kindern.

 


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Team Protected Child

(Copyright Bild: www.google.ch)

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Autorin: Nicole

25. Mai 2018

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