Geschwister

Gepostet am 29. Sep 2016 in der Kategorie Eltern-ABC


Geschwisterbeziehungen

  1. Geschwisterbeziehungen haben etwas Schicksalhaftes an sich, weil man sich seine Geschwister nicht aussuchen kann, sondern hineingeboren wird. Und doch ist die Geschwisterbeziehung die am längsten andauernde Beziehung im Leben eines Menschen. Und auch oft eine ganz besondere.
  2. Geschwisterbeziehungen können sehr vertraut sein. Es ist eine spezielle Verbindung und Bindung zwischen Geschwistern, selbst wenn man nicht gut miteinander auskommt. Man hat dieselben Eltern, oder zumindest ein gemeinsamer Elternteil und das verbindet einfach.
  3. Zwischen Geschwistern bestehen unterschiedliche und widersprüchliche Gefühle. Man kann sich zugleich lieben und hassen.
  4. Geschwisterbeziehungen sind ein ganz besonderer Lernort mit unterschiedlichen Erfahrungen, die vom Altersabstand, der Rolle, der Geschlechtsverteilung und dem Temperament des Kindes abhängig sind.

Geschwister nehmen meist sogenannte Geschwisterrollen ein, die von der Reihenfolge, also ob man zum Beispiel das älteste oder jüngste Kind ist, abhängig sind.

Im Folgenden möchte ich ein paar idealtypische Kennzeichen der einzelnen Geschwisterrollen erläutern. Dabei ist aber wichtig zu wissen, dass ein Kind nicht alleine durch seine Geschwisterrolle bestimmt wird, sondern noch durch viele andere Faktoren, wie z.B.: Erziehung, Beziehung zu den Eltern, materielle Bedingungen und vieles mehr. Auch wichtig ist, dass dies nur mögliche Kennzeichen sind und dies nicht auf alle zutreffen muss, da jedes Kind und jede Geschwisterbeziehung individuell ist.

Das älteste Kind:

  • ist für eine Weile ein Einzelkind
  • geniesst meistens bis zur Geburt des zweiten Kindes die volle Aufmerksamkeit und Zuwendung der Eltern
  • wird mit der Geburt des zweiten Kindes quasi „entthront“, weil es nicht mehr (nur) im Mittelpunkt steht
  • reagiert zum Beispiel mit Schlafproblemen, Weinerlichkeit, Anklammern, etc.
  • übernimmt oft die Rolle des Lehrenden und Helfenden

Das zweite Kind/die mittleren Kinder:

  • findet Geschwister vor, die ihnen meist deutlich ihre geistige und körperliche Überlegenheit zeigen
  • sind oft diplomatisch und können gut verhandeln
  • versuchen auf dem Gebiet stark zu sein, auf dem das erste Kind Schwächen hat

Das jüngste Kind:

  • ist oft durchsetzungsfähiger, kooperativer und offener
  • befindet sich in einer sogenannten „Nesthäkchen-Position“
  • intellektuelle Fähigkeiten sind oft etwas niedriger

Geschwister können untereinander kooperieren, Hilfsbereitschaft zeigen und so auch gemeinsam als Verhandlungspartner gegenüber ihren Eltern auftreten. Sie können voneinander und miteinander lernen und Erfahrungen sammeln.

Und später können sie meistens auf ganz besondere Erlebnisse, Erfahrungen und Abenteuer miteinander zurück greifen und sich daran erinnern und freuen.


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Team Protected Child

(Copyright Bild: www.pixabay.com)

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Autorin: Jasmine

29. Sep 2016

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