Ist euer Kind geräuschempfindlich, schnell von neuen Eindrücken überfordert und zieht sich häufig zurück? Vielleicht ist euer Kind auch besonders fantasievoll und intuitiv? Dies alles könnten Anzeichen einer Hochsensibilität sein. Deshalb möchten wir im heutigen Kinder 123 die Hochsensibilität thematisieren und euch aufzeigen, dass diese als Gabe und nicht als Bürde anzuschauen ist.

Was ist Hochsensibilität?

Bei Hochsensibilität handelt es sich um eine besonders intensive Wahrnehmungsfähigkeit. Kinder die hochsensibel sind, sind keine Problemkinder und leiden auch nicht unter einer Krankheit. Sie sind nur ein wenig anders. Genauer gesagt – hochsensibel.

Täglich werden wir von unzähligen Reizen überflutet. Das menschliche Gehirn ist mit einem Filtersystem ausgestattet, das einen großen Teil der Sinneswahrnehmungen gar nicht erst bis ins Bewusstsein vordringen lässt. Diese Filterfunktion unseres Gehirns, die das Nervensystem vor Überlastung schützt, ist bei Hochsensiblen durchlässiger. Bei ihnen können viel mehr Reize bis ins Bewusstsein vordringen ohne zuvor „aussortiert“ zu werden. Zum einen erleben Hochsensible die Welt differenzierter und intensiver, weil ihnen mehr Informationen zur Verfügung stehen. Andererseits führt diese Überfülle an bewusst wahrgenommenen Sinnesreizen schnell zur Überlastung von Körper und Seele. Um der Reizüberflutung ein Stück weit zu entkommen, suchen hochsensible Kinder häufig nach Rückzugsmöglichkeiten in einer ruhigen Umgebung und in der Nähe von vertrauten Menschen.

Was ist typisch für hochsensible Kinder?

  • Sie fühlen sich schneller gestresst oder überfordert.
  • Sie haben feine „Antennen“ für die Schwingungen in ihrer Umgebung, weshalb schulischer Druck oder Erwartungen von außen bei ihnen früher Überlastungserscheinungen auslösen.
  • Dazu sind sie kleine Perfektionisten
  • Um sich an fremde Menschen, neue Situationen oder eine unbekannte Umgebung zu gewöhnen, benötigen hochsensible Kinder viel Zeit.
  • Das körperliche Schmerzempfinden ist stärker ausgeprägt.
  • Viele hochsensible Kinder sind sehr wissensdurstig und phantasievoll. Frühzeitig entwickeln sie ein differenziertes sprachliches Ausdrucksvermögen und die Fähigkeit zu komplexem Denken.

Hochsensibilität ist keine psychische Fehlfunktion und muss deshalb nicht therapiert werden im Sinne einer Krankheit. Die Betroffenen können ihr Empfinden auch nicht ausblenden. Die Dauerüberreizung kann sich in körperlichen Beschwerden niederschlagen. Typisch sind Verspannungen, Kopfschmerzen, Verdauungsstörungen, Infektanfälligkeit, Allergien, Rheuma und Asthma. Der Körper reagiert ebenso sensibel wie der Geist.

Wann wird das Leben eines hochsensiblen Kindes problematisch?

  • wenn die Familie keine Strategien findet, mit dieser Besonderheit umzugehen.
  • wenn das „Anderssein“ negativ bewertet wird und Anpassungsdruck folgt.
  • bei einer verständnislosen Außenwelt

Wenn das Umfeld – die Familie, Kita oder Schule – die Bedürfnisse der hochsensiblen Kinder zulässt, anstatt ihr Anderssein zu kritisieren, ist der wichtigste Schritt erfolgt. Dann können die Kinder das Potenzial entfalten, das die Hochsensibilität mit sich bringt. Ihr Feingefühl für Zwischentöne und Befindlichkeiten anderer Menschen macht sie zu Vermittlern. Sie besitzen ein inneres Wertesystem, das früher als bei Gleichaltrigen stark ausgeprägt ist.

Deshalb liebe Kinder, welche die Gabe der Hochsensibilität haben: Verbiegt euch nicht, sondern nehmt die Besonderheit an. Dann findet ihr den richtigen Weg und wisst Hochsensibilität bald als Gabe statt als Bürde zu schätzen.

Nun wünschen wir euch verständnisvolle Stunden zusammen und es ist wichtig, die Bedürfnisse hochsensibler Kindern ernst zu nehmen, selbst wenn diese gegen gesellschaftliche Erwartungen verstoßen.


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Team Protected Child

(Copyright Bild: www.google.ch)

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Autorin: Nicole

5. Feb 2018

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