Wir alle lieben unsere Kinder über alles und die meisten von uns mögen auch Tiere. Viele überlegen sich, ein Haustier anzuschaffen, sind aber unsicher ob das eine gute Idee ist, wenn ein Kleinkind oder Baby im selben Haushalt lebt.

Wir wollen im heutigen Beitrag das Zusammenleben von Kindern und Tieren näher anschauen, zeigen worauf man achten muss und was die Vorteile sind, wenn Kinder mit Tieren aufwachsen.

Ich selbst bin auf einem Bauernhof aufgewachsen und hatte somit schon früh Kontakt zu vielen unterschiedlichen Tieren. Ich habe dies sehr genossen und dadurch gelernt, Verantwortung zu übernehmen, indem ich z.B. regelmässig die Kaninchen füttern und ihren Stall ausmisten musste.

Das ist sicher ein sehr guter Grund, dem Kind ein Haustier zu schenken. Es kann Verantwortung übernehmen, eine Beziehung zu dem Tier aufbauen (was oft einfacher ist, als eine Beziehung zu anderen Menschen aufzubauen) und kann in seinem Tier einen guten Freund finden. Zudem lernt es den Umgang mit Tieren und dass man auch mit ihnen sanft umgehen muss.

Das Tier nimmt das Kind so an wie es ist, solange es sich gut darum kümmert. Tiere «hören zu», ohne zu kommentieren und verurteilen einen nicht. Ausserdem leiden Kinder, die von Anfang an mit Tieren aufwachsen, erwiesenermassen seltener an Tierhaarallergien.

Man muss sich aber auch bewusst sein, dass die Haltung von Tieren sehr viel Zeit und je nach Tierart auch viel Platz in Anspruch nimmt. Bevor man also ein Tier anschafft, muss man sich fragen, ob man genügend Zeit hat und den nötigen Platz zur Verfügung stellen kann. Gerade in einer Mietwohnung muss der Vermieter ausdrücklich mit der Haustierhaltung einverstanden sein.

Tierarten, die besonders für Kinder geeignet sind:

Katzen, Hunde (wobei das Kind keinesfalls die alleinige Erziehung übernehmen sollte), Kaninchen, Meerschweinchen usw. Reptilien sind nicht unbedingt zu empfehlen, da die Haltung anspruchsvoll ist und sie auch nicht so kuschlig sind.

Wie oben schon erwähnt, ist das Aufbauen einer Beziehung zu einem Tier wesentlich einfacher als zu anderen Menschen. Dies gilt besonders auch für Menschen mit einem Handicap, darum gibt es viele tiergestützte Therapien. Ich habe eine Kollegin, welche die Ausbildung zur Therapiehundeführerin macht, und durfte ihr einige Fragen stellen:

Protected Child (nachfolgend PC genannt):
Was ist deine Motivation, die Ausbildung zur Therapiehundeführerin zu machen?

Martina Wichtermann (nachfolgend MW genannt):
Ich bin gelernte Krankenschwester und mache wegen meinen beiden Kindern Nachtwache. In dieser Funktion kann ich mich nicht über längere Zeit mit einzelnen Patienten abgeben, das fehlt mir. Zudem will ich mit meinem Hund etwas sinnvolles tun. Ich denke, es ist noch wichtig zu erwähnen, dass die Tätigkeit als Therapiehundeführerin ehrenamtlich ist.

PC: Wo ist nach der Ausbildung dein Einsatzgebiet? Wer wird therapiert?

MW: Das Einsatzgebiet ist sehr gross, ich kann nach der Ausbildung in Spitälern, Schulen, Altersheimen, Demenzheimen oder auch im Strafvollzug arbeiten. Es geht vor allem darum, den Menschen durch den Hund mehr Selbstwertgefühl zu geben.

Ich kann auch mit geistig behinderten Menschen arbeiten oder auch mit autistischen Kindern, da der Hund sie einfach so annimmt wie sie sind und ihnen so ein gutes Gefühl gibt.

Zudem kann die Feinmotorik der Patienten durch die Therapie mit dem Hund verbessert werden, ich kann also auch mit Ergotherapeuten zusammenarbeiten.

PC: Müssen die Hunde, die diese Ausbildung absolvieren, einer bestimmten Rasse angehören?

MW: Nein, zum Glück nicht, sonst hätte ich mit meinem Hund gar nicht erst beginnen können. Es kommt auf den Charakter des Hundes an, ob er als Therapiehund geeignet ist oder nicht.

PC: Welche Voraussetzungen muss der Hund für die Ausbildung mitbringen?

MW: Er muss ausgeglichen sein und mit lauten Geräuschen ruhig umgehen können. Ganz wichtig ist auch, sich von Fremden berühren zu lassen.

PC: Welche Voraussetzungen muss der Hundehalter mitbringen?

MW: Empathie ist ganz wichtig, sich in den Menschen einfühlen zu können. Zudem muss man sich sehr im Hintergrund halten und den Hund und den Patienten ganz klar in den Mittelpunkt stellen können.

PC: Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, meine Fragen zu beantworten.


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Team Protected Child

(Copyright Bild: www.pixabay.com)

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Autorin: Ursula

18. Jan 2016

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