Kinderängste

Gepostet am 18. Aug 2016 in der Kategorie Eltern-ABC


Im letzten Eltern Abc ging es um die magische Phase. Ein weiterführendes Thema, welches eng mit der magischen Phase zusammenhängt, sind Ängste. Wir möchten verschiedene Ängste und deren Ursprung beschreiben und versuchen, Tipps zu geben, wie man mit diesen umgehen kann und wie wir den Kindern in Angst-Situationen zur Seite stehen können.

Trennungsangst:

Sie tritt am häufigsten zwischen 16 – 24 Monaten auf. Da die Kinder noch keine Vorstellung von Zeit haben, ist es schwer für sie zu glauben, dass die Mutter/der Vater wiederkommt, wenn sie weggehen. Für das Kind kann es in dieser Phase ein Problem sein, wenn der Elternteil in einen anderen Raum geht. Es denkt, dass es allein gelassen wird. Muss man sich als Elternteil dennoch für eine gewisse Zeit vom Kind trennen, ist es sehr wichtig, dass das Kind in die Obhut einer Person kommt, welcher wir zu 100 Prozent vertrauen. Merkt das Kind, dass man mit einem schlechten Gefühl weggeht, wird es sehr schwer. Es muss von uns das Gefühl haben, dass alles in bester Ordnung ist. Ebenfalls gilt: Je kürzer und bestimmter der Abschied, desto leichter für das Kind. Die Trennungsangst wiederholt sich bei den allermeisten Kindern im Alter zwischen 4 und 6 Jahren. Die Kinder werden selbständiger, gehen in den Kindergarten oder die Schule, sind für mehrere Stunden von den Eltern getrennt. Hier heisst es auch für die Eltern loslassen zu lernen. Auch in diesem Alter gilt, den Abschied so kurz wie möglich zu halten, evtl. kann ein Stofftier oder eine Handpuppe dabei helfen, welche vom Kind in den Kindergarten oder die Schule mitgenommen werden darf.

Angst im Dunkeln:

Dunkelheit ist etwas, was man nicht anfassen kann und von daher für die Kinder sehr schwer zu begreifen. Den Hauch des Unheimlichen verbreitet die Dunkelheit ebenfalls durch die bizarren Schatten, die Gegenstände in einem abgedunkelten Zimmer werfen können. In diesen Schatten erkennen Kinder besonders in der magischen Phase, Hexen, Drachen und sonstige Ungeheuer. Abhilfe schaffen, kann ein kleines Nachtlicht und dass die Zimmertür ein wenig offen bleibt. Das bewusste Betrachten einiger Gegenstände, wie sie im Licht aussehen und wie der Schatten aussehen kann, ist ebenfalls hilfreich.

Angst vor Leerräumen:

Unter dem Bett zum Beispiel hat es sooo viel Platz für Ungeheuer oder böse Diebe und Piraten. Das leere Regal im Schrank beherbergt kleine Zwerge und allerlei Tiere. Diese Angst tritt sehr häufig in der magischen Phase auf. Da in den Augen der Kinder jeder Gegenstand lebendig sein kann, könnte das leere Regal des Schrankes, dessen Schlund sein und einen verschlingen wollen…
Nehmt auch diese Angst ernst, erforscht zusammen mit den Kindern den Schrank oder den Leerraum unter dem Bett. Versucht zu erklären warum ein Bett nicht wegrennen, ein Schrank einen nicht verschlingen kann.

Es gibt noch viel mehr Ängste, aber für die Kinder ist es am Wichtigsten, dass sie sich ernst genommen fühlen. Sucht zusammen mit den Kindern nach Lösungen und Bewältigungsstrategien. Ihr werdet sehen, sie haben wunderbare Ideen was man gegen die Angst tun könnte. Unterstützt sie bei der Umsetzung, so werden dies Angst-Phasen vorbei gehen, wie jede andere Phase auch.


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Team Protected Child

(Copyright Bild: www.pixabay.com)

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Autorin: Ursula

18. Aug 2016

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