Als erstes wünschen wir euch von Herzen allen „es guets Nöis“ und einen tollen Start ins Jahr 2018. Wir haben im letzten Jahr viel erreicht und es gab einige Neuerungen…im heutigen Kinder 1,2,3 wollen wir euch unser Koch- und Backprojekt „Robin Hood“ vorstellen, welches in Basel letztes Jahr bereits erfolgreich gestartet ist. Dieses Jahr möchten wir es auch im Kanton Bern umsetzen.

Viele Familien in der Schweiz ernähren sich aus finanzieller Not, meist sehr einseitig und die Kinder haben oft keinen Bezug zu ausgewogener Ernährung. Ihr denkt euch jetzt sicher: „Es gibt doch preiswerte Produkte sowie auch Lebensmittel, die man günstiger oder zum Teil auch kostenlos beziehen kann“. Das stimmt, es gibt diverse Einrichtungen, die mit einer speziellen Karte die Lebensmittel günstiger oder sogar kostenlos abgeben. Leider sind diese Einrichtungen noch nicht überall ausgebaut. Obwohl sich niemand für seine Notlage schämen müsste, sind gerade Schweizer Familien hier sehr zaghaft, wenn es um Unterstützung geht. Die Angst vor Vorurteilen ist oft stark und die wertvolle Hilfe, die angeboten wird, verdeutlicht die eigene Notlage umso mehr. Diese Konfrontation ist vor allem für Schweizerfamilien beschämend und unerträglich zugleich. Dies sind die Hauptgründe, warum wir hier manchmal vergessen, dass es im eigenen Land Bedürftige gibt und dass Kinderarmut auch in der Schweiz präsent ist.

Das Koch- und Backevent „Robin Hood“ stammt aus unserem Patenschaftsprogramm „Papillon“, das wir zum 20-jährigen Jubiläum der Kinderrechte Schweiz 2017 präsentiert und für das Jahr 2018 mit Projektpartnern weiterentwickelt haben.

Das Koch- & Backevent kombiniert nicht nur gesundes Kochen mit kreativen Rezepten, sondern thematisiert ebenso, dass die Ernährung sowie der Umgang mit Lebensmitteln von Kind auf prägend ist. Das gemeinsame Kochen vermittelt Zugehörigkeit und fördert den sozialen Kontakt. Beim Kochen geht es nicht um die Nationalität oder den Status eines Menschen, sondern um Genuss und pure Lebensfreude! Daher sollte man das Kochen nicht als etwas alltäglich Lästiges ansehen, sondern als eine Reise in ein Abenteuer, welches man immer wieder neu entdecken kann.

Die beliebte Geschichte von Robin Hood, die sicher jeder von uns noch aus seiner Kindheit kennt, ist in unserem Alltag leider verblasst. Als Erwachsene haben wir den Zauber dieser Geschichte vergessen, der uns einst als Kind beflügelt hat!

In unserem Koch- und Backevent, bekommt Robin Hood eine zeitgerechte und neue Episode, die bisher noch nicht erzählt wurde!

Familien die am Existenzminimum leben, erklären Ihren Kindern des Öfteren, dass die gewünschten Lebensmittel nicht eingekauft werden können, da es nicht ins Budget passt und stattdessen speziell bezeichnete Produkte einkaufen oder bezogen werden müssen, damit die ganze Familie über die Runden kommt. Diese Erklärungen schlagen sich sehr schnell auf die Gemüter der gesamten betroffenen Familie. Die einzelnen Geschichten und Schicksale, warum die Familien am Existenzminimum oder an der Armutsgrenze leben, sind so verschieden wie das Leben selbst und man sollte nicht voreilig darüber urteilen.

Die Bedeutung der Ernährung nimmt in solchen Lebenssituationen zunehmend ab, denn für viele Familien zählt, dass man überhaupt etwas auf den Tisch bekommt und mehrere Tage satt davon wird. Das Kochen an sich wird von vielen als zusätzliche Belastung im Alltag angesehen. Diese Erfahrungen sowie das Leben am Rande der Gesellschaft, werden oft an die nächste Generation weitergegeben und hinterlassen oft deutliche Spuren beim heranwachsenden Kind!

Mit unserem Koch- & Backevent Robin Hood möchten wir auf die Chancengleichheit von Kindern in der Schweiz hinweisen. Neben dem Kochen und Backen, erarbeiten wir in einer kleinen Gruppenarbeit das Thema: „Wegwerfen von noch geniessbaren Lebensmitteln“ und geben vor dem Event eine kleine Hausaufgabe mit.

Obwohl bei diesem Event verschiedene Menschen teilnehmen, entsteht eine grossartige Gruppendynamik, die durch die gemeinsame Aktivität ein kleines Wunder bewirkt. Dieses Wunder leben uns unsere Kinder bereits in den Krabbel-& Spielgruppen vor, denn für Sie ist es unwichtig welchen Status oder welche Herkunft man hat. Wichtig ist das gemeinsame Spielen und entdecken der Welt. Genau diese Einstellung brauchen wir mehr in unserer Gesellschaft, damit wir gegen Kinderarmut aktiver voranschreiten können! Unser Ziel ist es Vorurteile aufzulösen und mit Nahrungsmitteln sowie Ernährung allgemein bewusster umzugehen, und somit der Wegwerf- und Fastfood- Gesellschaft entgegen zu wirken.

Hat euch unser Beitrag gefallen, so könnt ihr uns mit einer Jahresmitgliedschaft oder Spende unterstützen! Die Gelder gehen vollumfänglich an Gesuche von bedürftigen Familien, die bei unseren Projekten sowie Partnerangeboten von einer Teilsubvention profitieren können.

Nun wünschen wir euch vergnügliche Stunden in der Küche oder an einem Koch-& Backevent!

Wir freuen uns über ein Feedback und ein LIKE auf unserer Homepage www.protectedchild.ch sowie auf unserer Facebook-Fanseite. Zudem gibt es unsere Facebook-Gruppe «Protected Child Community», wo ihr alle unsere Beiträge nachlesen und euch darüber austauschen könnt.


Team Protected Child

(Copyright Bild: www.colourbox.com)

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Autorin: Erika

5. Jan 2018

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