Konsequentes Handeln

Gepostet am 8. Sep 2016 in der Kategorie Eltern-ABC


In unseren Eltern ABC Beiträgen greifen wir immer wieder Themen auf, die uns im Alltag begegnen. So auch folgendes Thema:

Konsequentes Handeln

Ich denke jeder der mit Kindern zu tun hat, gerät immer mal wieder in eine Situation,wo man sich fragt: „Macht es überhaupt Sinn beim Nein zu bleiben oder ist es nicht auch Ok aus einem Nein ein Ja zu machen?“. Wie man eine gute Balance zwischen „konsequent bleiben“ und mal „ein Auge zudrücken“ findet, möchten wir in diesem Beitrag aufgreifen.

Wie sie bestimmt wissen, steht praktisch in jedem Erziehungsbuch „konsequent sein“ ist das Wichtigste in der Erziehung. Der beliebteste Spruch den man immer wieder hört ist:  „Wenn ich Nein sage, dann ist es auch Nein“. Bestimmt ist dies nicht falsch und sicherlich soll das Kind auch lernen, dass es Dinge gibt die Erwachsene entscheiden. Es soll lernen dies auch zu respektieren und ein klares Nein auch mal zu akzeptieren, denn das Kind soll ja nicht lernen, dass alles einfach nur nach seinem Willen geht. Denn so wird es später Mühe haben sich einzufügen und im Berufsleben Autoritätspersonen zu respektieren.

Doch was nun wenn ich merke das mein Nein unpassend ist? Kann ich da doch noch ein Ja geben? Oder wird mein Kind dann jemand der kein Respekt hat?

Sicherlich ist Konsequenz sehr wichtig auch für die Zukunft des Kindes, jedoch denke ich nicht, dass es darum geht zwingend an seinem Entscheid festzuhalten. Ich glaube auch nicht, dass es beim konsequent sein darum geht, stur das zu verfolgen was man möchte, sondern dass man dem Kind aufzeigt, dass auf sein Verhalten eine Konsequenz folgt und man nicht einfach alles so hinnimmt.

Ich denke unsere Aufgabe ist es, dass man die Situation anschaut und dann als Bezugsperson des Kindes entscheidet, ist es passend einen Konflikt einzugehen und sind beide auch in der Verfassung den Konflikt auszutragen oder sagt man das Kind ist müde etc. und es macht Sinn einmal den Konflikt zu umgehen, da das Kind in diesem Moment nicht aufnehmen würde, was man ihm mitgeben möchte.

Wichtig finde ich, wenn man sich entscheidet den Konflikt auszutragen, dass man dann auch dran bleibt und nicht weil das Kind tobt, einfach nachgibt. Denn so vermittelt man dem Kind: „Ich muss nur toben und dann bekomme ich was ich möchte“. Auch sollte das Kind nicht einfach ein Nein akzeptieren, ohne dass es weiss warum man Nein sagt. Das Nein und die Konsequenz sollte immer erklärt werden.

Bestimmt schadet es dem Kind nicht, wenn es mal „gewinnt“, aber es sollte nicht vorwiegend das Kind sein, dass „gewinnt“ sondern es sollte ein gesunder Ausgleich sein. Um so zu lernen, das man mal gewinnt aber auch mal nachgibt.


Wir freuen uns über ein Feedback und ein LIKE auf unserer Homepage www.protectedchild.ch sowie auf unserer Facebook-Fanseite. Zudem gibt es unsere Facebook-Gruppe «Protected Child Community», wo ihr alle unsere Beiträge nachlesen und euch darüber austauschen könnt.

Team Protected Child

(Copyright Bild: www.pixabay.com)

Abonnieren
X

Abonnieren

E-mail : *

Ähnliche Beiträge

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL

Konsequenz statt Strafe