Nein aus Liebe

Gepostet am 25. Jun 2018 in der Kategorie Eltern-ABC


Das heutige Eltern ABC dreht sich voll und ganz um ein kleines Wort: Nein

Wir möchten euch aufzeigen, wie wichtig es ist, dass Kinder nein sagen können, aber auch dass Kinder lernen müssen, ein Nein von uns Erwachsenen zu akzeptieren. Denn auch mit einem Nein drücken wir unsere Liebe zu den Kindern aus, weil wir sie schützen wollen.

Kinder brauchen Vorbilder, Führung und Grenzen, denn das gibt ihnen Sicherheit und Orientierung im Alltag. Die Grenzen können wir den Kindern mit einem einfachen Nein signalisieren. Indem wir unseren Kindern gegenüber in gesundem Masse nein sagen, bereiten wir sie optimal für das Zusammenleben in der Gesellschaft vor. Denn wo bekommt man schon alles was man will? Wo genau machen alle Leute um einen herum das, was wir gerade wollen? Ich behaupte: nirgendwo oder wenn überhaupt, dann zu Hause in der Familie. Doch irgendwann verlässt jedes Kind sein Nest und muss da draussen im Leben klar kommen. Unsere Aufgabe als Eltern ist es nebst vielen anderen Dingen, ihnen das nötige Rüstzeug, die Fähigkeiten mitzugeben, welche sie im Leben brauchen.

Diese Fähigkeiten erlernen sie aber nicht, wenn wir ihnen alle Steine aus dem Weg räumen, immer zu allem ja sagen was sie wollen oder tun möchten. Werden Kinder mit einem Nein konfrontiert, erleben sie oft Frustration, beginnen vielleicht zu weinen oder toben. Doch dies sind wichtige Gefühle, welche alle Kinder erfahren und lernen müssen damit umzugehen. Für die Eltern, Erzieher, Bezugspersonen ist hier enorm wichtig, dass das Nein auch ein Nein bleibt und sich nicht in ein Ja verwandelt…

Das Kind muss lernen, die Frustration auszuhalten und lernt dabei was es heisst, wenn es das Gegenüber ernst mit ihm meint. Bei etwas älteren Kindern hilft es, das Nein zu begründen oder die eigenen Gefühle mitzuteilen was es in einem auslöst, wenn das Kind das gesprochene Nein nicht akzeptieren kann/will.Auch bei diesem Thema ist unsere Vorbildfunktion enorm wichtig. Wie wir Erwachsenen miteinender umgehen, so werden es die Kinder grösstenteils übernehmen.

Ebenso wichtig, wie dem Kind mal Nein zu sagen ist natürlich, dass wir Erwachsenen auch das Nein der Kinder respektieren. Hier gilt es aber zu beachten, dass die Kinder nur nach ihrer Meinung gefragt werden, bei Dingen die sie auch wirklich schon selber entscheiden können.

Ich frage meine Tochter beispielsweise nicht „Willst du dich mit Sonnencrème eincrèmen?“ Denn sie kann mit 3 Jahren nicht abschätzen, was es heisst sich zu verbrennen, und was für Folgen das für ihre Haut und ihre Gesundheit haben kann.

Ebenfalls sollten wir beachten, mit dem Nein nicht zu übertreiben. Also nicht einfach Nein sagen, weil es gerade bequem oder praktisch ist, sondern wirklich abschätzen, ob es zwingend ein Nein braucht. Kinder sollen vielfältige Erfahrungen machen dürfen und viele verschiedene Dinge ausprobieren.

Kinder, welche von Beginn an mit dem Wort Nein aufwachsen, haben später weniger Mühe, ein Nein eines anderen zu respektieren. Machen sie zudem die Erfahrung, dass auch ihr Nein gilt, trauen sie sich eher, Freunden oder auch Fremden gegenüber Nein zu sagen und können sich so vor Ausnutzung schützen.

Zum Abschluss noch ein Buchtipp zum Thema Nein sagen: „Nein aus Liebe“ von Jesper Juul

In diesem Sinne wünsche ich euch konstruktive Auseinandersetzungen mit euren Kindern!


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Team Protected Child

(Copyright Bild: www.google.ch)

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Autorin: Ursula

25. Jun 2018

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