Im letzten Weekend-Beitrag haben wir über das Stillen geschrieben. Aber: nicht immer klappt es gut mit dem Stillen. Wo können die Probleme liegen und was kann man tun?

Wunde und/oder schmerzende Brustwarzen

Ein Kind, das nicht richtig angelegt wird, kann beim Trinken die Brustwarze verletzen. Wichtig ist, darauf zu achten, dass das Kind die ganze Brustwarze inklusive Brustwarzenhof im Mund hat. Manchmal hilft es schon, wenn man das Kind zuerst an der gesunden Seite anlegt (wenn es Hunger hat saugt es stärker) und danach die verletzte Seite nimmt.

Zur Linderung der Schmerzen und zur Heilung der wunden Stellen gibt es gute Crèmes, die helfen. Auch Vaseline ist hilfreich. Es kann auch ein Stillhütchen verwendet werden. Dieses schont die Brustwarze beim Stillen.

Heilt die Brustwarze nicht ab, kann auch ein Pilz dafür verantwortlich sein. Dieser muss unbedingt von einer Fachperson beurteilt und behandelt werden.

Zu viel/zu wenig Milch beim Stillen

Zu viel Milch:
Wenn man das Kind nach Bedarf stillt, sollte sich längerfristig die richtige Milchmenge einstellen. Nicht immer trinkt das Kind gleich viel (Beispiele: es ist krank und mag nicht, es hat einen Wachstusschub und braucht mehr etc.). Hat man deswegen kurzfristig zu viel Milch, kann der Rest abgepumpt werden.

Zu wenig Milch:
Möchte man die Milchproduktion anregen, muss man das Kind häufiger anlegen.

Milchstau

Trinkt das Baby die Brust (oder einen Bereich der Brust) nicht leer, kann es sein, dass sich die Milch zurückstaut. Man spürt kleine Knötchen auf der Brust, die bei Druck schmerzen. Es ist wichtig, schnell zu reagieren, damit sich die gestaute Milch nicht entzündet.

Meistens staut sich die Milch an der unteren Aussenseite der Brust. Dort wo das Baby sein Kinn hat, hat es am meisten Zug beim Trinken drauf. Da die meisten Kinder am häufigsten in der «normalen» Stillposition angelegt werden, wird somit die Innenseite immer besser ausgetrunken.

Wichtig ist, die Stillposition regelmässig zu wechseln und das Kind häufiger und v.a. auch nach hinten anzulegen. Auch das Abpumpen der Milch kann helfen, da die Milchpumpe die Brust vollständig entleert.

Des Weiteren hilft, wenn die Brust, während das Baby trinkt, von aussen nach innen mit der Hand ausstreicht. Zusätzlich kann die gestaute Stelle vor dem Anlegen des Kindes erwärmt werden (z.B. mit einer warmen Dusche, einem warmen Handtuch), weil dann die Milch besser fliesst. Nach dem Stillen sollte die gestaute Stelle gekühlt werden (z.B. mit Quark). Dies wirkt entzündungshemmend.

Frauen, die oft zu Milchstau neigen, können Sojalecithin einnehmen. Es kann auch helfen, auf Kuhmilchprodukte zu verzichten.

Brustentzündung (Mastitis)

Eine Brustentzündung entsteht durch einen Milchstau und/oder durch verletzte Brustwarzen, durch die Bakterien eintreten können.

Symptome einer Brustentzündung sind:

  • Verhärtete Stellen
  • Geschwollene, schmerzende Brust
  • Rote Flecken auf der Brust
  • Kopfschmerzen
  • Fieber, Schüttelfrost
  • Allgemeines Krankheitsgefühl (ähnlich einer Grippe)
  • Nach dem Stillen verschwinden die Symptome nicht

Hier helfen die dieselben Massnahmen wie bei einem Milchstau. Wird die Entzündung aber nicht besser, muss unbedingt der/die Frauenärzt/in aufgesucht werden, weil dann nur noch entzündungshemmende Medikamente oder verschreibungspflichtige Antiobiotika helfen. Abstillen ist nicht notwendig.

Verstopfter Milchgang

In der Milch sind Wachtumsfaktoren enthalten. Diese könne in seltenen Fällen dazu führen, dass Häutchen auf der Brustwarze wachsen, die einen Milchausgang verstopfen, die einen Milchstau verursachen.

Bei einem Milchstau tritt eine weisse oder durchsichtige Blase auf der Brustwarze hervor. Solange diese vorhanden ist, kann der Milchgang nicht entleert werden. Sie muss deshalb mit einer sterilen Nadel geöffnet werden. Wenden Sie sich dazu bitte unbedingt an eine Hebamme/Stillberatung!


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Nicole Brütsch-Grolimund (für Protected Child)

(Copyright Bild: Refill for Will © Chris Richardson – freeimages.com)

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Autorin: Nicole

1. Mrz 2016

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