Spielzeug

Gepostet am 27. Okt 2016 in der Kategorie Eltern-ABC


Nachdem wir im letzten  ELTERN ABC über das Spielen geschrieben haben, möchten wir heute etwas zum Thema „Spielzeug“ schreiben.

Spielzeug findet man überall, in allen Ausführungen und Qualitäten, für Mädchen und Jungs und zu allen Bereichen und Kategorien gibt es Spielzeug. Es gibt immer wieder neue Sachen und überall wird dann Werbung gemacht, die natürlich auch die Kinder sehen.

Überall könnte man dem Kind noch dieses und jenes Spielzeug kaufen, dort bekommt es noch etwas geschenkt und zu Hause ist das Spielzimmer eigentlich schon voll.

Spielzeug ist wichtig und fördert diverse Sachen in der Entwicklung des Kindes. Es ist aber auch wichtig, dass man das Kind nicht einfach damit überhäuft, sondern gezielt Sachen aussucht. Das Kind soll eine Auswahl an Spielsachen haben dürfen, diese muss aber nicht überdimensional gross sein. Denn durch weniger Auswahl wird das Kind umso mehr in seiner Kreativität gefördert und es wird nicht mit Angeboten und der Auswahl davon, überflutet oder überfordert.

Mögliche Auswahl der Spielsachen:

  • Was gefällt dem Kind? Was ist aktuell?
  • stabiles Holzspielzeug (hält länger als Plastikspielzeug)
  • Jungs und/oder Mädchen spezifisches
  • Themenbereiche wie zum Beispiel: Bauen, Puppenecke, Bücherecke und mehr

Experiment:

Wenn Sie mal wissen möchten was Ihr Kind denn ohne Spielsachen so anstellt, wie und ob es sich beschäftigt, dann machen Sie mal das Experiment und reduzieren die Spielsachen oder räumen sie vielleicht sogar mal ganz weg. Schnell werden Sie merken was Ihr Kind aus dieser Situation macht und wie es damit umgeht.

Erfahrungsgemäss haben die meisten Kinder am Anfang klar ein wenig Mühe, aber dies dauert meist nicht sehr lange und schon wissen sie sich anders zu beschäftigen. Aber klar ist da jedes Kind individuell und anders.

Für dieses Experiment hilft es sicher, wenn mehrere Kinder da sind und nicht nur eins, denn so können sie miteinander spielen, auch ohne Spielzeug. Alternativ kann man Ihnen zum Beispiel auch diverse Recycling-Materialien (z.B.: Klorollen, Deckel etc.) zur Verfügung stellen mit denen sie dann kreativ werden können.

Ich denke, da kann es viele spannende Momente und Situationen geben, die interessant sind zum beobachten. Denn es braucht manchmal nur ganz wenig.

Persönliche Erfahrung:

In der KiTa, in der ich arbeite, haben wir uns vor ein paar Wochen dazu entschieden, das Spielzimmer auszumisten und nur noch wenige Spielsachen im Zimmer zu lassen. Dies, weil uns immer mehr aufgefallen ist, dass die Kinder sich gar nicht mehr richtig beschäftigen konnten. Entweder wussten sie gar nicht was machen, obwohl so viel (vielleicht eben zu viel) zur Auswahl stand oder sie sind einfach immer von einem zum Anderen gegangen, ohne länger bei einer Sache zu bleiben.

Ganz am Anfang nach dem Aussortieren ist es den Kindern erst einmal gar nicht aufgefallen und irgendwann mit der Zeit haben sie dann mal angefangen zu fragen wo die Sachen sind. Wir haben es ihnen dann erklärt und dann war es meist auch gut so. Mittlerweile können die Kinder sich wieder besser beschäftigen und vor allem konzentrieren sie sich auf etwas und bleiben auch länger dabei. Somit haben wir mit diesem Entscheid durchweg positive Erfahrungen gemacht.

Deshalb bin ich der Meinung, dass gerade bei Spielzeug, weniger manchmal mehr ist.


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Team Protected Child

(Copyright Bild: www.pixabay.com)

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