Superhelden

Gepostet am 15. Jan 2016 in der Kategorie Weekend


Wer wünscht sich nicht, einmal im Leben ein Superheld oder eine Superheldin zu sein?

Ich denke, jeder von uns hat sich schon im geheimen Superkräfte gewünscht und sich gesagt: «Ich wünschte, ich könnte die Gedanken meines Partners hören»!

Der Film «Was Frauen denken» mit Mel Gibson in der Hauptrolle zeigt, dass solche Superkräfte gar nicht notwendig sind, um Frauen oder Männer zu verstehen. Wenn man bereit ist, sich 100% zu öffnen, auf sein eigenes Ego zu verzichten und keinerlei Erwartungshaltung hat, dann steht dem Glück nichts im Wege. Diese Einstellung ist eine gute Basis für eine harmonisch funktionierende Partnerschaft. Grundlage dafür ist gegenseitiges Interesse daran, zu erfahren, wie der andere funktioniert und welche Bedürfnisse er/sie hat.

Unser Verhalten – Die Gene

Wir alle haben unseren Urmenschen in uns. Männer tragen den Jäger und Beschützer in sich und die Frauen schaffen gerne ein Heim mit Familie und tragen den Wunsch in sich, andere zu umsorgen.

Frauen zeigen Ihre Gefühle, indem sie das Wort «Ich liebe Dich» aussprechen, also über ihre Gefühle sprechen und diese auch zeigen. Beispiele: ihre Männer bekochen, ihnen eine Überraschung bereiten, einen Ausflug planen oder indem sie dem Mann das Gefühl vermitteln, «Bei mir bist du Zuhause». Männer sollten dies nicht als selbstverständlich oder als Schwäche ansehen, die Frau ist sonst schneller weg als ein Mann, das Alphabet aufzählt.

Bei den Männern ist es eher anders. «Ich liebe Dich» hören Frauen selten. Der Mann zeigt seine Zuneigung, indem er die Frau seinen Freunden und Familie vorstellt, indem er unaufgefordert den tropfenden Wasserhahn repariert, ihr alltägliche Dinge erzählt, die für ihn eine grosse Bedeutung haben aber für uns Frauen evt. nicht ganz nachvollziehbar sind.

Daher gilt auch hier die Regel: wenn Mann sich offenbart, ist das ein Zeichen, dass er eine feste Beziehung will und die Frau zu ihm gehört. Dafür sollte ihn keine Frau als Pantoffelheld abwerten, sondern es als ein Zeichen seiner Gefühle sehen, weil Männer eben nicht den gleichen intensiven Zugang zu ihren Gefühlen und Emotionen haben wie Frauen. Aber auch da gibt es klare Ausnahmen!

Superwomen vs. Superman – Kampf der Geschlechter

Eine Frau von heute bittet selten um Hilfe, denn selbständig wie sie ist, hat sie gelernt, ihr Leben allein zu meistern. Sie ist ein Multiorganisationstalent, das alle Bedürfnisse im Auge behält und jedem gerecht werden will. Als starke Frau wird es sie viel Überwindung kosten, ihn um eine Kleinigkeit zu bitten, sei es, dass er die Lampe aufhängt oder im Baumarkt Farbe kauft und die Wand im Kinderzimmer streicht, was sie auch alleine könnte!

Jetzt ist es wichtig, dass der Mann sie nicht zurückweist und das als Kompliment sieht. Ein Satz wie: «Frag doch deinen Bruder, oder das schaffst du als starke Frau auch alleine», wird in ihr eine 100% Unsicherheit auslösen und das ungute Gefühl entsteht, dass sie sich nicht auf diesen Mann verlassen kann und er ihrer nicht gerecht wird.

Auch eine starke Frau möchte sich mal an eine heldenhafte Schulter anlehnen und nicht immer Superwomen sein. Ihr grösster Wunsch ist es, einfach mal nur Frau zu sein, die auch Schwächen zeigen darf. Wenn wir uns in solchen und ähnlichen Situationen unserer Gene bewusst sind, werden viele Partnerschaftsprobleme im Keim erstickt.

Nach meinem letzten Beitrag zum Thema: «Diäten sind Beziehungskiller» haben mir einige Leser/-innen geschrieben und ich möchte ihnen an dieser Stelle antworten. Folgende Fragen waren dabei:

  • Warum wirken Frauen oft dauergestresst?
  • Müssen Sendungen im TV wie GZSZ und Sex and the City wirklich sein?
  • Frauen und Schuhe?
  • Was macht für Männer eine Traumfrau aus?
  • Was macht für Frauen einen Traumann aus?

Frauen sind gar nicht so kompliziert, wie Ihr Männer denkt. Wir sind auch nicht von Natur aus zickig, sondern einfach manchmal mit unserer Rolle im Beruf, als (Ehe)Frau und Mutter überfordert. Wir können diese 3 Persönlichkeiten nicht immer sofort updaten, da wir dabei mit unserem Emotionen konfrontiert werden. Deshalb brauchen wir auch so Sendungen wie Sex and the City oder GZSZ oder aber einen Shopping-Tag mit unserer Freundin oder einen Coiffeur-Besuch, um zu uns selbst zu finden.

Für Männer sehr unverständlich… aber auch Männer haben grosse Emotionen. Bei einem Fussballspiel z.B. werden Männer zu wahren Kindern und schreien, jubeln ihrem Verein und ihren Helden zu. Lasst den Männern diese Freude, das ist ihre Art der Stressbewältigung im Alltag.

Frauen wie Männer sollten heute so vieles sein und können, dass einige von uns mit diesen Anforderungen einfach überfordert sind. In einer Vielzahl von Gesprächen haben mir Männer erklärt, was Sie unter ihrer Traumfrau oder einer perfekten Partnerschaft verstehen. Und was Frauen ihrer Meinung nach dem Mann bieten müssen.

Hier die 12 Hauptkriterien:

Die Frau/der Mann sollte…

…gefühlvoll, aufrichtig, unternehmungslustig, mit sich selbst zufrieden, treu und eigenständig sein. Wissen, was Sieoder was Er will. Sie oder Er sollte Familiensinn und Humor haben sowie Ausstrahlung, Leidenschaft und Zärtlichkeit.

Der wichtigste Punkt für Männer: «Sie soll den Mann eben Mann sein lassen und nicht dauernd herumkritisieren!»

Der wichtigste Punkt für Frauen: «Ein Mann sollte nicht nur mit schönen Worten punkten, sondern auch Taten folgen lassen!»

Wie ihr sieht, steht das Aussehen nicht an erster Stelle. Auch bei uns Frauen nicht, wenn wir uns überlegen, was uns bei Männern wichtig ist. Genauer betrachtet haben Männer und Frauen die Gleichen Wünsche!

Jetzt fragt Ihr euch sicher: «Warum klappt es dann doch nicht, wenn wir alle das Gleiche wollen?»

Oft lassen wir uns durch Meinungen von anderen verunsichern oder von der Gesellschaft vorschreiben, dass Menschen mit hohem Sozialstatus mehr Wert haben als andere. Es sollte aber der Charakter des Menschen zählen und nicht dessen Status.

Ist eine Mutter, die sich um ihre Kinder kümmert, weniger Wert als eine Mutter, die 100% arbeitet und ihr Kind in eine Kita gibt? Wer bestimmt hier über richtig und falsch und über fleissig oder bequem und warum sollte es nicht möglich sein, dass Frauen oder auch Männer 50% arbeiten können in Kaderpositionen?

Wir nehmen uns zu wenig Zeit, um miteinander zu reden und auf das Gegenüber einzugehen. Dadurch enstehen viele Partnerschaftsprobleme und Beziehungen gehen auseinander. Wir reden uns ein, dass es «halt einfach nicht gepasst hat». Wenn wir dann alleine im Bett liegen und die Gedanken aber immer wieder zu diesem Menschen abschweifen, sollte man sich eingestehen, dass man dieser Beziehung nicht wirklich eine echte Chance gegeben hat, sondern einfach keine Lust mehr hatte, eine gemeinsame Lösung zu suchen. Vielleicht, weil man selbst für eine Veränderung nicht bereit war oder sich möglicherweise für den Partner geschämt hat, weil er nicht dem Status entspricht, den man sich vorgestellt oder gewünscht hat.

Kinder und Partnerschaftsprobleme

Bei Partnerschaftsproblemen sind oft die Kinder die Leidtragenden. Kinder sind wie kleine Radare, die alles Verinnerlichen und widerspiegeln, was man Ihnen zu Hause vorlebt. Ein harmonisches Umfeld schafft Sicherheit und Geborgenheit. Wenn getrennte Elternteile – trotz Differenzen – eine Einheit bilden, werden diese Werte auch später dem Kind als Vorbild für eine ideale Partnerschaft dienen.

Erlebt ein Kind verbale und/oder körperliche Gewalt in der Familie, kann es sein, dass es als Erwachsenes eine ähnliche negative Beziehung führt. In selten Fällen gibt es aber auch solche, die sich aus diesem Kreis befreien können und sich das Ziel machen, eine positive Partnerschaft zu führen. Sie sind «resilient», d.h. sie werden wunderbare Eltern, die verantwortungsbewusst und liebevoll mit Ihren Kindern und dem Partner umgehen, weil Sie den Wert ihrer Familie schätzen.

Vor solch starken Menschen ziehe ich meinen Hut, denn diese Menschen haben ihr Schicksal selbst in die Hand genommen. Für sie gilt nicht: «Du bist, woher Du kommst!»

Kommt es zu einer Trennung der Eltern, stellen Kinder häufig viele Fragen, weil sie es nicht verstehen können, warum sie eine liebgewonnene Bezugsperson im Alltag verlieren. Die Fragerei ist auch für den verlassenen Partner eine Qual und das Kind prägt sich die Situation ein. Es können bei den Kindern – je nach Vorgeschichte – Verlustängste entstehen, die auch im späteren Leben prägend sind.

Weitere schwierige Familisituationen können entstehen, wenn nach einer Trennung/Scheidung der Eltern einer der Partner/beide eine neue Beziehung hat. Diese bilden eine doppelte Herausforderung und bedeuten für alle eine Umstellung. Da ist es wichtig, allen (insbesondere dem Kind!) genügend Zeit zu lassen und nicht mit der Tür ins Haus fallen, da bei allen Beteiligten sehr schnell eine Überforderung entstehen kann.

Kinder haben Bedürfnisse, welchen sich ein neuer Partner/eine neue Partnerin bewusst sein muss, wenn er sich eine Frau oder Mann mit Kind aussucht. Die gemeinsame Zeit für das Paar alleine muss gut geplant werden, was von den Betreuungsmöglichkeiten abhängt. Verständnis und Unterstützung sind wichtig, sowie das Vertrauen in den Partner/die Partnerin, dass er/sie sich bemüht, eine Lösung zu finden.

Fazit

Macht euch frei von Vorurteilen und sucht das Gespräch, statt den Kopf in den Sand zu stecken und davon zu laufen, denn 100% Perfektion findet man niemals. Wenn ihr jemanden gefunden habt, der zu 70 – 80% eurem Wunschpartner entspricht, dann haltet das fest und nörgelt nicht an den verbleibenden 30 – 20% herum.

Ignorieren statt reden bringt nichts! Kompromisse macht man auch im Geschäftsleben, warum ist dies so schwierig in der Beziehung mit einem Partner, den man angeblich liebt? Gerade für die Kinder lohnt es sich, an der Partnerschaft zu arbeiten und selbst als gutes Vorbild eine positive Beziehung zu führen, denn für eure Kinder seid Ihr die Superhelden!


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Team Protected Child

(Copyright Bild: www.pixabay.com)

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Autorin: Erika

15. Jan 2016

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