Heute möchten wir mal ein etwas anderes Thema aus der Sicht der Kinder durchleuchten. Immer öfter kommt es vor, dass Kinder bei einem Elternteil aufwachsen. Dies ist in der heutigen Gesellschaft nichts Besonderes mehr. Doch wie geht es den Kindern damit?

Oft denkt man, je kleiner die Kinder sind, umso weniger bekommen sie mit und umso weniger beschäftigt es sie. Doch dem ist nicht so: schon ein kleines Baby bekommt im Unterbewusstsein vieles mit, was es prägen kann.

So verschieden Kinder sind, so verschieden gehen sie mit dem Erlebten um. Deshalb gibt es kein Rezept dafür, was ein Kind nach einer Trennung der Eltern braucht. Dennoch kann man es als nahestehende Person begleiten, was viel Fingerspitzengefühl erfordert.

Trennung aus Sicht der Kinder

Ein Kind, das mitbekommt, wie sich seine Eltern streiten, kommt erst mal in einen Loyalitätskonflikt, denn es liebt Mama und Papa. Beide sind Bezugspersonen zu denen das Kind eine enge Bindung hat.

Trennen sich die Eltern, ist dies ein Verlust für das Kind. Egal ob Mama oder Papa gehen, beide hinterlassen eine Lücke beim Kind. Das sichere Nest der Geborgenheit fällt auseinander. Dies bringt das Kind in eine Unsicherheit. Es kann den Halt und die Stabilität, die ihm die Eltern bis anhin gegeben haben, verlieren.

Das Kind spürt auch die emotionale Zerissenheit der Eltern. Nicht jedes Kind reagiert gleich auf die entstandene Instabilität. 
Die einen beginnen, wieder in das Babyverhalten zurückzufallen, und andere rebellieren regelrecht. Beides dient dazu, die Aufmerksamkeit der Erwachsenen auf sich zu ziehen sowie aufzuzeigen: «Ich bin hilflos, ich bin überfordert mit dieser Situation». Das Kind sucht nach Hilfe.

Oft ist man überrascht, wenn ein Kind, das eigentlich keinen Schnuller mehr hat, dann plötzlich wieder einen braucht. Oder ein Kind, dass immer alleine geschlafen hat, dann plötzlich nicht mehr alleine einschlafen kann und so weiter. Gerne reagiert man dann darauf mit Sätzen wie: «Du bist doch kein Baby mehr» oder ähnliches. Dies bringt das Kind nochmals in einen Konflikt, denn es ist in diesem Bereich unsicher.

Daher ist es wichtig, dem Kind Zeit zu geben. Lassen sie dem Kind den Schnuller, begleiten sie das Kind beim einschlafen und geben sie ihm so ein Stück Sicherheit.

Bei einem rebellierenden Kind reagiert man gewöhnlich mit Strafen und ähnlichem. Dies macht das Kind noch unsicherer, denn es fühlt sich bereits unverstanden, was sich durch Strafen noch verstärken kann.

Daher versuchen Sie, verständnisvoll auf das Kind zuzugehen und ihm zu zeigen, dass Sie es verstehen mit seiner Not, jedoch dieses Verhalten auch nicht OK ist. Zeigen Sie ihm auf, wie es damit umgehen kann.

Für alle Beteiligten ist dies eine grosse Herausforderung. Geben Sie deshalb sich selbst und Ihrem Kind Zeit.

In diesem Bericht haben wir mehr darüber berichtet, wie das Kind die Eltern erlebt und was es von den Eltern braucht. Im nächsten Bericht schreiben wir darüber, wie das Kind die aussenstehenden Personen erlebt und was es von ihnen braucht.


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Team Protected Child

(Copyright Bild: www.pixabay.com)

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Autorin: Marissa

25. Jan 2016

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