Was tun wenn Kinder beissen

Gepostet am 25. Mrz 2018 in der Kategorie Eltern-ABC


Im letzten Eltern ABC thematisierten wir das Thema entspannt erziehen. Im heutigen Eltern ABC möchten wir auf das Thema beissen näher eingehen. Immer wieder erleben Eltern und Fachpersonen, dass Kinder beißen oder von einem Spielkameraden gebissen werden. Entsetzen und Empörung sind meist die Reaktionen. Wieso beißen Kinder und was kann man dagegen tun? Auf diese Fragen gehen wir heute näher ein.

Wichtig zu wissen ist, dass es während des zweiten Lebensjahres vollkommen normal ist, dass Kinder beißen. Kindern fehlt in diesem Alter die Einsicht, dass ihr Verhalten nicht ok ist und dem Gegenüber schmerzen zufügt. Im Laufe des dritten Lebensjahres wird das Beißen meistens weniger.

Kinder die beißen, können sich oft verbal (sprachlich) noch nicht ausreichend verständlich machen. Das Kind beißt, um sich auszudrücken. Dazu ein Beispiel: Max 1,5 Jahre spielt mit der Puppe. Max kann sich verbal noch nicht ausdrücken. Alex 3 Jahre nimmt Max die Puppe weg und Max beißt Alex. Max kann verbal nicht sagen, dass er die Puppe möchte, deshalb zeig er z.B. die Verhaltensweise beißen, um die Puppe zurück zubekommen. Beißen ist eine von diversen Verhaltensweisen, wie schlagen, kratzen, klemmen oder schreien.

Manchmal sind Kinder auch einfach nur müde, hungrig oder frustriert oder von der Umgebung überreizt. Dann kann es sein, dass euer Kind beißt, weil es noch nicht gelernt hat, wie mit der Situation umzugehen.

Veränderte Lebensumstände wie Umzug, ein neues Geschwisterkind oder Konflikte in der Familie können ebenfalls Gründe sein, weshalb ein Kind beißt.

Es ist auch möglich, das ein Kind beißt, um herauszufinden, was passiert. Kleinkinder erforschen die Welt sehr stark mit dem Mund. Weshalb nicht auch z.B. den Arm vom Spielkameraden? Kinder im zweiten Lebensjahr lernen „Ursache und Wirkung“ zu verstehen. Sie erkennen, dass eine Handlung auch eine Folge nach sich zieht.

 

So reagiert ihr richtig, wenn ein Kind beißt

Auch wenn die Kinder einige Gründe haben können, sich aggressiv zu verhalten, ist es eure/ unsere Aufgabe, ihm auf sanfte Weise beizubringen, dieses Verhalten zu ändern.

Schenkt zuerst dem gebissenen Kind Aufmerksamkeit
Beachtet es mehr als den kleinen Beißer.
Auf diese Weise lernt euer Kind, dass es durch Beißen nicht im Rampenlicht steht. Tröstet das gebissene Kind und versorgt eventuell entstandene Wunden.

Bietet dem Kind Alternativen
Wenn ein Kind beißt, ist es wichtig, schnell zu reagieren. Nehmt das Kind zur Seite, gebt ihm einen Moment Zeit, sich zu beruhigen und sprecht dann auf Augenhöhe mit ihm. Benutzt nur wenige, klare Worte und eine feste Stimme. „Nein, wir beißen nicht! Beißen tut anderen Leuten weh!“ Zeigt eurem Kind Alternativen, seine Wut rauszulassen. Gebt ihm etwas, wo es hineinbeißen kann (z.B. Beißring, Waschlappen), ohne andere Menschen zu verletzen. Oderib schenkt ihm ein eigenes Kissen, in das es beim nächsten Mal schlagen kann. Wenn das Kind schon älter ist, könnt ihr ihm lernen, seinen Ärger mit Worten auszudrücken Es kann zum Beispiel sagen: “Nein, ich will nicht.“ oder euch um Hilfe bitten.

Lasst das Kind nicht profitieren
Wenn ein Kind durch den Biss erreicht hat, dass es das gewünschte Spielzeug nun in den Händen hält, lasst es dieses nicht behalten. Gebt es dem gebissenen Kind zurück.

Beobachtet und begleitet das Kind
Natürlich wollen wir nicht die ganze Zeit neben dem Kind stehen und aufpassen, aber wenn ihr wisst weißt, dass das Kind beißt, ist ein wachsames Auge beim nächsten Spielplatzbesuch oder allgemein im Spiel mit anderen Kindern nicht schlecht. Bleibt in seiner unmittelbaren Nähe und seid vorausschauend genug, um die nächste Biss-Attacke zu verhindern.

Gebt dem Kind Platz/ Raum
Viele Kinder in einem kleinen Raum führt auf kurz oder lang zu Streit. Also schafft Platz, indem ihr gemeinsam rausgeht (Garten, Spielplatz). So können die Kinder auf Abstand gehen, wenn ihnen danach ist, und die Gefahr, dass ein Kind ein anderes Kind beißt, ist um einiges geringer.

Lernen, sich richtig zu verhalten
Lobt das Kind bei gutem Verhalten wie teilen oder abwechseln.

Verurteilt das Kind nicht, wenn ein Kind beißt, das Kind meint es eigentlich nicht böse. Es weiß in dem Moment nur nicht anders mit seiner Wut umzugehen. Ihr müsst ihm nur Wege aufzeigen, es besser zu machen – etwas, womit auch genügend Erwachsene noch zu kämpfen haben.

Nun wünschen wir euch gutes Gelingen die Beiß – Attacken zu verringern. Und da noch eine Aufmunterung: „Gerade Kinder, die in der Sprachentwicklung etwas langsamer sind, neigen zu aggressiven Reaktionen, die sich bald legen, sobald sie sprechen gelernt haben.“

 


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Team Protected Child

(Copyright Bild: www.google.ch)

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Autorin: Nicole

25. Mrz 2018

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